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Geschichte der Villa Haux
Im Jahre 1908 erbaut, stellt die Villa Haux eines der bedeutendsten noch erhaltenen
Gebäude des Jugendstils des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts dar.
Benannt ist die Villa nach ihrem Erbauer, Friedrich Haux.
Der Ebinger Industrielle hatte an derselben Stelle, an der sein bisheriges Wohnhaus
stand, das unbestritten schönste Gebäude der Stadt nach den Plänen der Stuttgarter
Architekturbüros Professor Richard Böklen und Carl Feil errichten lassen.
Zu diesem Zweck wurde das Wohnhaus, in einer für die damalige Zeit spektakulären
Aktion, innerhalb von sechs Tagen auf die gegenüberliegende Straßenseite versetzt,
wo es bis heute steht.
Die neue Villa wurde vor allem in Hinblick auf Repräsentationszwecke erbaut,
als Statussymbol und architektonisches Kunstwerk.
Friedrich Haux bewohnte die Villa mit seiner Familie bis zu seinem Tode im Jahr 1929.
Als sich 1955 kein Nachkomme mehr fand, der die Villa nutzen wollte, wurde sie
an verschiedene Personen weitervermietet.
Nach 1978 stand das Gebäude längere Zeit leer.
1991 erwarb der Architekt und Diplom-Ingenieur Rainer Malessa die Villa von Inge
Rodenstock, der Enkelin von Friedrich Haux.
Nach der darauffolgenden Teilrenovierung des Gebäudes wurden, eingebettet in die
sensibel renovierte Innenausstattung mit Holzkassettendecken, Stuckdecken und geschnitzten
Friesen, Büro- und Wohnräume geschaffen.
Bereits kurz nach Abschluss der Renovierungsarbeiten der unteren Stockwerke konnten
Teile der Villa wieder zu Wohnzwecken genutzt werden.
Im Dezember 1994 hat die Klaiber GmbH Steuerberatungsgesellschaft in
einem Großteil der Räumlichkeiten Bezug genommen.
Im Jahr 2004 stand die Renovierung des Obergeschosses sowie des 1. Dachgeschosses
an, in welche die bisher im Erdgeschoss ansässige Kanzlei aus Platzgründen umgezogen ist.
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